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Press Release 1/2012

Appeal

Position: Startseite >> Kampagne

Visionen - Ziele - Forderungen


Unsere Vision:
Eine bessere und gerechtere Welt ist möglich!
Bessere Banken, die Mensch und Umwelt dienen, sind möglich!

Unser Ziel:
Ein neues Geschäftsmodell für Banken, in dem Mensch, Umwelt und das Gemeinwohl Priorität vor übertriebenen Renditezielen haben!


Kernforderungen für ein neues Geschäftsmodell der Deutschen Bank

 

1. Schädliche und ethisch inakzeptable Investitionen beenden

Die Deutsche Bank muss so rasch wie möglich schädliche und ethisch fragwürdige Investitionen und Kreditvergaben stoppen. Konkret bedeutet das: raus aus der Rüstungsfinanzierung, raus aus der Atomkraft, raus aus Kohle, raus aus allen Geschäften, die Mensch und Umwelt schädigen. Um auf den Klimawandel zu reagieren, muss die Deutsche Bank die mit ihren Finanzierungen verbundenen Treibhausgasemissionen messen, veröffentlichen und ernsthafte CO2-Minderungsziele für ihr gesamtes Portfolio festlegen. Sie sollte auf der Basis transparenter, umfassender und verbindlicher Umwelt- und Sozialstandards zukünftig verantwortungsvolle und nachhaltige Investitionen tätigen.

 

2. Spekulation mit Nahrungsmitteln stoppen

Etwa eine Milliarde Menschen auf der Erde hungern, weil sie u.a. gestiegene Nahrungsmittelpreise nicht mehr bezahlen können. Nahrungsmittelspekulation ist maßgeblich mitverantwortlich für extreme Preisschwankungen. Die Deutsche Bank sollte daher umgehend auf jedwede Nahrungsmittelspekulation verzichten.

 

3. Fragwürdige Finanzprodukte ausschließen

Viele der heute gehandelten Finanzprodukte haben keinen Bezug zur Realwirtschaft. Sie werden aber häufig im Verlustfall und zu Lasten der Bevölkerung über diese refinanziert. Die globalen Finanztransaktionen lagen im vergangenen Jahr 75 Mal höher als die Weltwirtschaftsleistung. Beispiel: Wetten auf Börsenindizes. Diese Spekulation schafft keine Werte, sondern erzeugt lediglich fiktive Vermögen und Blasen, die irgendwann platzen. Deshalb müssen diese Produkte verboten werden.

 

4. Schattenbanken schließen und Fonds regulieren

Die Deutsche Bank muss umgehend ihre Geschäfte in Steuer- und Regulierungsoasen einstellen, die vor allem dazu genutzt werden, Steuerzahlungen zu vermeiden sowie reiche Anleger und Unternehmen beim Steuerbetrug zu beraten. Die risikoreichsten Finanzprodukte wie Investmentfonds, Indexfonds oder Hedgefonds operieren bevorzugt aus Steueroasen, weil so Gesetze zur Finanzmarktregulierung und die Finanzaufsicht umgangen werden können. Das muss aufhören.

 

5. Transparenz erhöhen

Die Deutsche Bank muss transparenter werden. Bisher verweigert sie mit Verweis auf das „Bankgeheimnis“ der Öffentlichkeit kategorisch den Zugang zu jedweder Art von Information zu problematischen Projekten sowie zu den eigenen konkreten ökologischen und sozialen Richtlinien. Die Umsetzung nachhaltiger Spielregeln braucht jedoch ganz klar mehr Transparenz.

 

6. Beratung verbessern

Ein Bankprodukt darf nicht so kompliziert sein, dass es weder vom Bankberater noch vom Kunden verstanden wird. Bei einer Untersuchung der Zeitschrift Finanztest zur Kreditberatung von Banken schnitt die Deutsche Bank jüngst mit „mangelhaft“ ab. Der Grund: bei der Beratung der Kunden lautet die Devise weiterhin: verkaufen statt beraten. Das darf nicht sein. Die Bank muss ihr Honorarsystem so ändern, dass qualitativ gute Beratung statt des reinen Verkaufs belohnt wird.

 

7. Gehälterexzesse beschränken und an ökologisch-sozialer Leistung bemessen

Die Gehälter der Vorstände und Aufsichtsräte der Deutschen Bank sind exorbitant hoch und haben sich dramatisch von der allgemeinen Einkommensentwicklung abgekoppelt. Dem müssen Schranken gesetzt werden. Die Bezüge stehen aktuell in keinem Verhältnis zur erbrachten Leistung. Darüber hinaus sollte zukünftig bei den Managergehältern das Erreichen von ökologischen und sozialen Nachhaltigkeitszielen honoriert werden.




Forderungen an alle Banken in vier Bereichen:

1. Spekulation mit Nahrungsmitteln und Rohstoffen

Die europäische Politik muss Regulierungsmaßnahmen durchsetzen!

  • Wirksame Positionslimits: Der rein spekulative Handel mit Rohstoff-Futures muss begrenzt werden.
  • Institutionelle Anleger wie Versicherungen müssen vom Rohstoffgeschäft ausgeschlossen werden.
  • Publikumsfonds und Zertifikate für Rohstoffe müssen verboten werden.

Die Banken müssen selbst vorangehen!

  • Jedes Geldhaus ist aufgefordert, aus der Spekulation mit Nahrungsmitteln auszusteigen.
  • Die Bankenlobby darf sich effektiver staatlicher Regulierung nicht länger widersetzen, sondern muss aktiv Regulierungen unterstützen, um den schädlichen Einfluss von Nahrungsmittelspekulationen zu verhindern.

 

2. Rüstungsfinanzierung

  • Banken dürfen keine Kredite an Rüstungsfirmen vergeben.
  • Sie dürfen keine Anteile an Firmen halten, die Streumunition oder andere Rüstungsprodukte herstellen.

 

3. Finanzierung von Atom- und Kohlekraft

  • Banken sollen mit ihren Finanzierungen einen Beitrag zur Energiewende leisten.
  • Wegen der großen Risiken, die mit der Atomkraft verbunden sind, sollen Banken weder im In- noch im Ausland den Bau neuer Reaktoren finanzieren.

 

4. Zinswetten und Falschberatung

  • Die Deutsche Bank hat zahlreiche Kommunen und mittelständische Unternehmer im In- und Ausland durch Zinswetten massiv geschädigt. Immer mehr Gerichte verurteilen die Deutsche Bank wegen gezielter Falschinformation. Die Bank muss den Kommunen und Unternehmern vollen Schadenersatz leisten.